Bläschen im Mund – Ursachen und Therapie

Wieder einmal spüren Sie ein unangenehmes Gefühl im Mund: Bläschen. Doch was ist eigentlich die Ursache? Wieso tauchen die Bläschen überhaupt auf? In diesem Artikel finden Sie hilfreiche Antworten auf all Ihre Fragen. Bläschen im Mund können verschiedene Ursachen haben und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Während die einen starken Schmerz verursachen, sind andere einfach nur da und verbreiten ein unangenehmes Gefühl. Welche Krankheiten sich dahinter verbergen können, erfahren Sie hier!

Welche Krankheiten können sich hinter den Bläschen im Mund verbergen?

Bläschen im Mund können auf verschiedene Krankheiten hinweisen. Meist sind diese aber harmlos und schnell wieder abgeheilt. Die häufigsten Ursachen für Bläschen im Mund sind:

  • Aphten
  • Herpes
  • Speichelsteine
  • Hand-Mund-Fuß

Eine Selbstdiagnose zu stellen ist bei den vielfältigen Ausprägungen der Bläschen meist nicht möglich. Sollten Sie sich unsicher sein, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen und die Symptome abklären zu lassen.

Haben Sie keine Scheu davor! Meist sind es Auswirkungen einer leichten Infektion oder sogar einer Allergie. Bläschen im Mund können schmerzhaft sein, sehen aber meist schlimmer aus, als sie tatsächlich sind.

Aphten

Aphten kommen in unterschiedlichen Größen vor. Manche sind sehr klein, während andere besonders groß sind. Grundsätzlich führen Aphten immer zu einem Schmerz im Mund, der durch Schwellungen des Zahnfleisches begleitet wird.

Symptome

  • Bläschen mit einer weißen Schicht auf der Zunge, den Lippen oder den Mandeln
  • Schmerz im Mundraum
  • ein Jucken und Brennen
  • Schwellungen des Zahnfleisches

Die Symptome der Aphten sind vergleichbar mit den Symptomen der geläufigen Bläschen-Erkrankungen. Wichtig ist deshalb, jedes Bläschen vom Arzt untersuchen zu lassen.

Ursachen

Die Ursachen für Aphten können unterschiedlich sein. Eine genaue Festlegung gibt es dafür nicht. Dennoch haben Studien folgendes erwiesen:

  • Ein Mangel an B12 und Folsäure können Aphten verursachen
  • Immunschwäche begünstigt den Ausbruch von Aphten
  • Meist sind Frauen und Kinder häufiger davon betroffen als Männer

Die Ursachen können auch verschiedene Lebensmittelunverträglichkeiten oder hormonelle Veränderungen sein. Gut zu wissen: Aphten sind nicht ansteckend!

Die Behandlung

Aphten kommen und gehen leider sooft sie möchten. Eine Heilung dieser Krankheit ist nicht vollständig möglich, da es sich um eine Reaktion auf einen Missstand im Körper handelt. Die Behandlung beschränkt sich deshalb nur auf die Linderung der Schmerzen.

Vereinzelte Pickel oder Bläschen im Mund werden meist mit Gelen behandelt, die das Bläschen „betäuben“ und den Schmerz abklingen lassen. Die entzündungshemmende Wirkung dieser Gele führt zu einer Eindämmung der Verbreitung. Bei besonders starken Schmerzen wird auch schon mal Cortison in Form eines Sprays angewendet. Da dieses aber eine Menge Nebenwirkungen verursachen kann, wird es nur in äußersten Notfällen verwendet.

Behandlungen mit Hausmitteln

Die schmerzhaften Aphten können auch mit Hausmitteln hervorragend behandelt werden. Am besten eignen sich dafür Kamillentee oder auch Teebaumöl. Kamille wirkt entzündungshemmend und beruhigend auf die Mundschleimhäute, während Teebaumöl die Bläschen austrocknet.

Weitere hilfreiche Tipps aus der Hausapotheke sind Backpulver oder auch das Kauen einer Papaya! Beides wirkt entzündungshemmend und beschleunigt die Heilung. Hinzu findet eine Schmerzlinderung statt.

Herpes

Bricht Herpes einmal aus, wird man es nie wieder los. Der Herpes-Virus tritt in verschiedenen Typen auf. Hat man Bläschen am oder im Mund, kann man sichergehen, dass es sich um den Herpes Typ 1 handelt. Infiziert man sich mit dieser Krankheit, wird eine Mundfäule diagnostiziert, die überwiegend bei Kleinkindern ausbricht. Diese ähnelt den Symptomen der Aphten, ist aber im Gegensatz zu Aphten hoch ansteckend.

Symptome

  • Fieber
  • Bläschen am oder im Mund
  • Geschwollenes Zahnfleisch
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Gelegentliches Zahnfleischbluten
  • Starke Schmerzen beim Essen und Sprechen
  • Teilweise weiße Punkte auf Gaumen und Zunge

Kinder leiden sehr unter Herpes, während Erwachsene es etwas besser verdauen. Oftmals führen die Schmerzen zu einem Gewichtsverlust, da Mahlzeiten regelrecht abgelehnt werden. Treten diese Symptome auf, sollten Sie zügig einen Arzt aufsuchen, um die Schmerzen zu lindern.

Ursachen

Eine Ansteckung mit Herpes ist besonders bei Kleinkindern schnell passiert: Ein Küsschen, angelutschte Finger oder das gleiche Spielzeug sind häufige Ursachen. Da dieses Virus durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch.

Herpes bricht meist aus, wenn der Körper mit einer Infektion oder einer Erkrankung zu kämpfen hat. Das Immunsystem ist geschwächt und der Herpes kann sich ganz leicht seinen Weg in den Körper bahnen.

Die Behandlung

Zunächst wird der Arzt mit Hilfe einer Blutabnahme feststellen, ob Sie an dem Herpes-Virus erkrankt sind. Ist dies der Fall, wird er Sie darauf hinweisen, dass dieser Virus stets wiederkehren kann.

Die Behandlung spezialisiert sich auf die Beseitigung der Schmerzen, da eine Heilung nicht möglich ist. Nur in besonders schlimmen Fällen werden auch Opioide zum Einsatz gebracht, die das Schmerzgefühl abstellen.

Grundsätzlich werden die Bläschen mit einem Spray behandelt. Es wird auf die entzündete Stelle gesprüht und lindert den Schmerz zuverlässig.

Behandlungen mit Hausmitteln

Bestimmte Hausmittel für die Behandlung des Herpes-Virus gibt es nicht. Dennoch kann man zur Schmerzlinderung einige Dinge beachten:

  • Man sollte viel trinken
  • Feste Nahrungsmittel sollten mit Flüssignahrung ausgetauscht werden
  • Eis essen kühlt die entzündeten Stellen und verschafft kurzzeitig Linderung
  • Das Spülen mit Kamillentee wirkt beruhigend

Achten Sie darauf, dass Sie täglich mindestens zwei Mal Ihre Zähne gründlich putzen und somit verhindern, dass der bereits angegriffene Mundraum weitere Bakterien ansammelt und verbreitet. Da das Immunsystem bereits enorm geschwächt ist, können weitere Erkrankungen wie Parodontose oder auch Karies jetzt leichter die Zähne befallen.

Speichelsteine

Speichelsteine entstehen durch die Speicheldrüse und bringen meist nur wenig Schmerzen mit sich. Sie setzten sich aus Kalziumphosphat zusammen und blockieren im schlimmsten Fall die Speicheldrüse. Kommt es dazu, entstehen Entzündungen im Mund, die zu Bläschen führen.

Symptome

Die Symptome der Speichelsteine sind nicht so schlimm, wie die einer Herpeserkrankung. Dennoch gibt es aber auch hier Merkmale, die auf eine Entzündung hindeuten:

  • Schmerzende Lymphknoten im Hals
  • Schmerzen beim Kauen
  • Fieber
  • Rote, eitrige Bläschen

Die Entzündung kommt unerwartet und bringt meist nur leichte Schmerzen mit sich. Dennoch können Speichelsteine sehr unangenehm sein, da der Eiter aus den Bläschen sich oftmals im Mundraum entleert. Man bemerkt dies an einem säuerlichen Geschmack, der sehr unangenehm sein kann.

Ursachen

Für das Auftreten von Speichelsteinen gibt es ebenso keine festgelegten Ursachen, wie für Aphten. Dennoch gibt es Vermutungen, weshalb Speichelsteine entstehen und zu mehr oder weniger schmerzhaften Bläschen führen können.

Dazu zählen:

  • verschiedene Erkrankungen wie Diabetes, Mukoviszidose oder auch Gicht
  • eine Überproduktion von Kalzium
  • verschiedene Viren, die unsere Speicheldrüsen anschwellen lassen

Durch die Erkrankungen können Speichelsteine entstehen, die unsere Speicheldrüse verstopfen und zu schmerzhaften Bläschen im Mund führen. Dies kann aber auch durch eine Überproduktion an Kalzium geschehen. Werden die Speicheldrüsen verstopft, wird der Abfluss des Speichels gestört und führt so zu Schmerzen.

Die Behandlung

Der Arzt wird zunächst anhand der Beschreibung Ihrer Symptome eine Vermutung äußern. Während er die Speicheldrüse abtastet, wird Eiter im Mundraum entleert, welchen er entnimmt und ins Labor zur Untersuchung schickt. Nach einigen Bluttests und gegebenenfalls einer Ultraschalluntersuchung, kann die Diagnose gestellt werden. Mit Hilfe des Ultraschalls  können Speichelsteine schnell aufgespürt werden.

Damit die Speichelsteine den Weg alleine wieder hinaus finden, wird der Arzt die Speicheldrüse stimulieren. Dies geht ganz einfach mit Hilfe von Kaugummis oder auch besonderen Getränken. Der vermehrte Speichelfluss reinigt die Speicheldrüse und verhilft den Steinen abzufließen. Manchmal bekommt man noch ein Antibiotikum verschrieben, damit bakterielle Entzündungen vermieden werden.

Erst wenn diese Methoden keinerlei Abhilfe schaffen, muss eine Operation zur Entfernung der Steine angedacht werden.

Behandlungen mit Hausmitteln

Auch zu Hause haben Sie die Möglichkeit den Speichelsteinen den Kampf anzusagen. Kauen Sie zum Beispiel Kaugummis, damit die Speichelproduktion angeregt wird. Hinzu können Sie durch gezielte Massagen und Druckpunkte versuchen, die Steine aus der Drüse zu massieren.

Wie bei jeder Erkrankung im Mundraum kann man auch bei Speichelsteinen bereits im Vorhinein etwas tun. Achten Sie auf eine gründliche Zahnhygiene und reduzieren Sie dadurch bereits das Risiko, an Speichelsteinen zu erkranken!

Hand –  Mund – Fuß

Die Hand – Mund – Fuß Krankheit tritt vermehrt im Kindesalter auf und kann sehr schmerzhaft verlaufen. Unter anderem bilden sich Bläschen im Mund, die eine Nahrungsaufnahme nur unter Schmerzen möglich machen. Aber auch Erwachsene können diese Krankheit bekommen. Im Erwachsenenalter ist diese meist stärker ausgeprägt und bringt vielerlei Schmerzen mit sich.

Symptome

Die Symptome der Hand – Mund – Fuß Krankheit sind vielfältig. Unter anderen bemerken Sie:

  • Bläschen im und am Mund
  • Bläschen an Händen und Füßen
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Halsschmerzen

Bemerken Sie eine vermehrte Bläschen-Bildung, die zu Beginn nur im Mund auftritt und Probleme beim Essen und Trinken verursacht, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Die Erkrankung ist eine Infektionskrankheit, die behandelt werden sollte.

Ursachen

Die Auslöser für diese Krankheit sind Viren. Eine Infizierung mit diesen kann über unterschiedliche Wege erfolgen:

  • Über die oral – fäkale Übertragung
  • Beim Husten und Niesen durch Tröpfcheninfektion
  • Über Schmierinfektionen

Da sich die Bläschen im Mund öffnen, entleert sich die ansteckende Flüssigkeit und kann somit übertragen werden.

Die Behandlung

Eine wirksame ärztliche Behandlung gegen diesen Virus ist nicht bekannt, weshalb die Behandlung auf die Schmerzreduzierung der Bläschen ausgelegt ist. Fieber und Schmerzen können mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol behandelt werden. Der Juckreiz wird meist mit Salben gestillt. Entwickeln sich die Bläschen zu schmerzhaften Aphten im Mund, die Ihnen das Essen und Trinken schwer machen, helfen Tinkturen, die Ihnen der Arzt verschreibt. Kommen zur Krankheit noch Bakterien hinzu die sich im Mundraum befinden, ist es manchmal unabdingbar ein Antibiotikum einzusetzen, um schwerwiegende Folgen zu verhindern.

Behandlung mit Hausmitteln

Die schmerzhaften Bläschen können durch Kühlen oder auch Gurgeln mit Kamillentee beruhigt werden. Hinzu wirkt Kamillentee hemmend gegen Entzündungen und kann weitere Folgen verhindern.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass man viel trinkt. Selbst wenn die Blasen im Mund so schmerzen, dass man nichts zu sich nehmen möchte, ist es enorm wichtig ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da der Körper ansonsten dehydrieren kann.

Um dieser Erkrankung vorzubeugen, sollten Sie mehrmals täglich Ihre Hände gründlich waschen und auch den Mundraum pflegen. Nur wer gründliche Zahnhygiene betreibt kann die Bläschen im Mund schnell bemerken und eine Ansteckung vermeiden.

Bläschen im Mund – Ursachen und Therapie
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