Elektrische Zahnbürste – Kind an das putzen heranführen
Zeigt sich der erste Milchzahn beim Nachwuchs, stellt sich für Eltern auch die Frage nach der Zahnhygiene. Zahnärzte raten dazu spätestens mit dem ersten Lebensjahr mit dem Zähneputzen zu beginnen. Noch besser ist es allerdings mit dem Durchbruch des ersten Milchzahns das Putzen der Zähne in Angriff zu nehmen. Doch phasenweise kommt es hier bei Babys, wie Kleinkindern manchmal zu kleinen Kämpfen, denn der Nachwuchs lässt sich unter Umständen nicht die Zähne putzen bzw. greift nur ungern selbst zur Zahnbürste.
Viele Erwachsene nutzen bereits elektrische Zahnbürsten für ihre tägliche Zahnpflege. Eltern fragen sich somit natürlich nicht grundlos, ob elektrische Kinderzahnbürsten ebenso für die empfindlichen Zähnchen des Nachwuchses geeignet sind oder ob es besser ist lediglich die Handzahnbürste bei den Kids zum Einsatz zu bringen.
Durchaus eignen sich elektrische Zahnbürsten ebenfalls für Kinder. Die Zahnpflege Lässt ich auf diese Weise sogar spürbar verbessern. Allerdings gilt es bei der Wahl der elektrischen Zahnbürste für Kinder einige Dinge zu beachten.
Inhaltsverzeichnis
- Brauchen Kinder unbedingt eine elektrische Zahnbürste?
- Warum kann es dennoch sinnvoll sein auf elektrische Zahnbürsten zurückzugreifen?
- Welche Vorteile bringen elektrische Zahnbürsten für Kinder mit?
- Welche speziellen Funktionen bringen elektrische Kinderzahnbürsten mit?
- Ab wann sollte eine elektrische Kinderzahnbürste zum Einsatz kommen?
- Können Kinder auch elektrische Zahnbürsten für Erwachsene verwenden?
- Wie oft gilt es die Bürstenköpfe von elektrischen Zahnbürsten für Kinder zu wechseln?
- Tipps für ein erfolgreiches Zähneputzen
- Welche wissenschaftlichen Empfehlungen zur Kinderzahnpflege gibt es?
- Elektrische oder manuelle Zahnbürste – was sagen Studien?
- Welche Risiken und Fehler sollten Eltern vermeiden?
- Wie wichtig ist die Rolle der Eltern beim Zähneputzen?
- Welche Kriterien sind bei der Auswahl einer Kinderzahnbürste entscheidend?
Brauchen Kinder unbedingt eine elektrische Zahnbürste?
Fest steht, dass eine elektrische Zahnbürste nicht immer für eine bessere Zahnhygiene bei Kindern sorgt. Putzt der Nachwuchs gewissenhaft und regelmäßig seine Zähne mit der richtigen Putztechnik ist eine elektrische Zahnbürste oftmals nicht notwendig. So gehen Experten zwar davon aus, dass elektrische Zahnbürsten besser den Zahnbelag entfernen, doch ob dies auch einen konkreten, wie positiven Nutzen mitbringt, ist bislang nicht eindeutig belegt worden. Eine ausreichende Zahnerkrankungsvorbeugung lässt sich demnach ebenso mit einer klassischen Handzahnbürste erzielen.
Warum kann es dennoch sinnvoll sein auf elektrische Zahnbürsten zurückzugreifen?
Solange Kinder die korrekte Putztechnik beherrschen und diese regelmäßig anwenden, ist das Putzen mit einer Handzahnbürste demnach völlig in Ordnung. Allerdings haben hier oftmals sogar Erwachsene so ihre Probleme. Beginnt der Tag bereits stressig, werden die Zähne meist nur oberflächlich gereinigt. Wer als Elternteil der Meinung ist, dass der Nachwuchs es mit der Zahnhygiene nicht so genau nimmt oder die korrekte Putztechnik nicht allzu gut beherrscht, der sollte dann doch besser über die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste nachdenken.
Welche Vorteile bringen elektrische Zahnbürsten für Kinder mit?
-
Leichtere Handhabung, sowie besserer Komfort
Elektrische Zahnbürsten bringen einen zusätzlichen Komfort mit. Schließlich nehmen diese Bürsten dem Anwender jede Menge Arbeit ab. So geht das Bürsten weitaus leichter von der Hand, als wenn die kreisenden Bewegungen mit Handzahnbürste vorgenommen werden. Zahlreiche Kids kommen außerdem nicht so gut mit den langen Bürstenköpfen klar, denn diese sind meist viel zu groß für die hinteren Backzähne und auch das richtige Putzen der Vorderzähne gestaltet sich oft schwierig.
Genau an diesen Stellen, kann eine elektrische Zahnbürste dann helfen, denn die meisten elektrischen Kinderzahnbürsten verfügen über eine kleine, runde Aufsteckbürste. Mit diesen ist es einfacher schwer erreichbare Stellen zu erreichen.
-
Zähne putzen fällt mit den Zusatzfunktionen leichter
Ein weiterer Vorteil findet sich natürlich ebenso in den Zusatzfunktionen der elektrischen Zahnbürsten, wie:
- Timer
Mit einem Timer gibt es keinen Grund mehr über die Putzdauer zu diskutieren.
- Sanfte Stufen
Auf diese Weise lässt sich die Stärke der Bürste stets individuell einstellen.
- Vibrationen
Diese zeigen sehr viel deutlicher, dass Etwas im Mundraum geschieht.
Die drei genannten Zusatzfunktionen, welche sich an den meisten elektrischen Kinderzahnbürsten finden, können die Kids motivieren und das alltägliche Putzen der Zähne spannender gestalten. Ein sorgt demnach dafür, dass die kleinen Anwender sich ausreichend Zeit für das Zähneputzen nehmen, während andere eingebaute Funktionen daran erinnern, wann es die Seite zu wechseln gilt. Auf diese Weise lernen Kinder, wie das richtige Zähneputzen funktioniert.
So haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass die zusätzlichen Komfortfunktionen die größten Vorteile mitbringen. All diese Zusatzfunktionen erleichtern den Kindern das Zähneputzen und unterstützen die Kleinen bei der richtigen Zahnpflege.
Welche speziellen Funktionen bringen elektrische Kinderzahnbürsten mit?
Elektrische Kinderzahnbürsten verfügen aber nicht nur um die gerade genannten Zusatzfunktionen, denn einige Modelle bringen da noch ein paar Spielereien mit, die vor allem das Zähneputzen der kleineren Kinder interessanter gestalten sollen.
Zahlreiche elektrische Zahnbürsten für Kinder bringen demnach noch folgende Funktionen mit:
- Buntes Design, welches weitaus interessanter aussieht, als ein langweiliger weißer Farbton.
- Verschiedene Musiktöne, anstatt nur langweiliges Piepsen des Timers.
- Um die Zahnbürste einzigartig zu gestalten, gibt es manchmal austauschbare Sticker dazu.
Diese genannten Funktionen sorgen zwar nicht für saubere Zähne, machen das Zähneputzen aber gerade für kleinere Kinder viel interessanter. Vor allem die ganz Kleinen finden das Putzen ihrer Zähne nicht gerade spannend, so dass eine elektrische Zahnbürste unter Umständen für die nötige Motivation sorgen kann.
Ab wann sollte eine elektrische Kinderzahnbürste zum Einsatz kommen?
Meist geben Hersteller von elektrischen Zahnbürsten ein Mindestalter von drei Jahren an. Zahlreiche Zahnmediziner raten aber ebenso dazu die Nutzung im Zweifelsfall auch schon eher in Angriff zu nehmen. Eine elektrische Kinderzahnbürste reinigt gründlicher, aber auch eine manuelle Zahnreinigung kann vor Karies schützen. Wichtig ist hier lediglich, dass das Kind gerne und häufig seine Zähne putzt.
Bevor der Nachwuchs allerdings nicht das dritte Lebensjahr erreicht hat, sollte dieser nicht alleine mit einer elektrischen Zahnbürste herumhantieren. Wird zu viel Druck ausgeübt, kann dies die Zahnhälse oder auch das Zahnfleisch schädigen. Auch Kinder, die bereits drei Jahre alt sind, gilt es nicht unbeaufsichtigt die Zähne mit einer elektrischen Bürste putzen zu lassen. Erst ab dem achten Lebensjahr sind Kinder motorisch fähig ihre Zähne selbst gründlich zu reinigen. Vor diesem Alter sollten Eltern demnach die Zähne ihres Nachwuchses immer vor- oder nachputzen.
Können Kinder auch elektrische Zahnbürsten für Erwachsene verwenden?
Weder Babys noch Kinder sollten ihre Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste für Erwachsene putzen. Hier ist nicht nur der Bürstenkopf zu groß für das kindliche Gebiss, sondern die Borsten sind auch meist scharfkantiger, wie härter. Das Zahnfleisch und die Zahnhälse von Kindern sind für diese elektrischen Zahnbürsten noch zu empfindlich und zu weich. Im schlimmsten Fall kann die Nutzung zu dauerhaften Schäden am Kindergebiss führen.
Wie oft gilt es die Bürstenköpfe von elektrischen Zahnbürsten für Kinder zu wechseln?
Sowohl die normale Hand-Kinderzahnbürste, als auch den Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste gilt es regelmäßig auszutauschen. Aus Hygienegründen, sowie wegen der Abnutzungserscheinungen ist es ratsam alle vier Wochen einen Tausch vorzunehmen. Erkrankt der Nachwuchs außerdem an einer ansteckenden, fieberhaften Halsinfektion, wie Pfeifferschem Drüsenfieber, Scharlach oder Grippe sollte der Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste nach 24 bis 48 Stunden gewechselt werden, damit es nicht zu einer erneuten Ansteckung der Krankheit kommen kann.
Tipps für ein erfolgreiches Zähneputzen
Viele Eltern probieren alles Mögliche, um das Zähneputzen für ihre Kinder interessanter zu gestalten. Dies ist auch durchaus empfehlenswert, allerdings gilt es stets nur so lange bei einer Methode zu bleiben, wie diese auch funktioniert. Vor allem kleine Kinder haben immer wieder Phasen, in denen sie den Mund einfach nicht mehr aufmachen möchten, um sich die Zähneputzen zu lassen. Jetzt ist der Einfallsreichtum der Eltern gefragt und in manchen Fällen funktioniert das Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste dann weitaus besser, als mit einer manuellen Handzahnbürste.
Folgende Tipps motivieren die Kleinen zum Zähneputzen:
- Nutzen Sie manuelle Handzahnbürsten, wie elektrische Kinderzahnbürsten im Wechsel
- Lenken Sie Kleinkinder mit Musik oder lustige Apps auf dem Smartphone ab
- Putzen Sie sich mit Ihrem Kind gleichzeitig die Zähne
- Versprechen Sie Ihrem Nachwuchs nach der erfolgreichen Zahnpflege eine kleine Besonderheit, wie gemeinsam ein Buch zu lesen oder Ähnliches
- Erzählen Sie Ihrem Nachwuchs eine Geschichte über Karies und Baktus, die den Zähnen Schäden zufügen
- Geben Sie den Zähnen Namen
Welche wissenschaftlichen Empfehlungen zur Kinderzahnpflege gibt es?
Aktuelle Leitlinien von Organisationen wie der Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Bundeszahnärztekammer empfehlen, bereits ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns mit der Zahnpflege zu beginnen. Dabei sollte zweimal täglich mit einer altersgerechten Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt werden.
Fluorid gilt wissenschaftlich als einer der wichtigsten Bausteine zur Kariesprävention, da es den Zahnschmelz stärkt und widerstandsfähiger macht. Studien zeigen, dass Kinder, die früh an eine strukturierte Zahnpflege gewöhnt werden, ein deutlich geringeres Risiko für Karies entwickeln. Wichtig ist zudem die altersgerechte Dosierung der Zahnpasta, beispielsweise eine reiskorngroße Menge bei Babys. Eltern sollten sich zusätzlich regelmäßig beim Zahnarzt beraten lassen, um individuelle Empfehlungen zu erhalten.
Elektrische oder manuelle Zahnbürste – was sagen Studien?
Mehrere klinische Studien deuten darauf hin, dass elektrische Zahnbürsten Plaque effektiver entfernen können als manuelle Zahnbürsten, insbesondere bei unzureichender Putztechnik. Laut der Cochrane Collaboration zeigen oszillierend-rotierende Bürsten signifikante Vorteile bei der Reduktion von Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen.
Dennoch ist der entscheidende Faktor nicht die Bürste selbst, sondern die Regelmäßigkeit und Gründlichkeit der Anwendung. Kinder profitieren besonders dann von elektrischen Zahnbürsten, wenn sie Schwierigkeiten mit der richtigen Technik haben. Gleichzeitig gibt es keine eindeutigen Belege, dass elektrische Zahnbürsten allein Karies verhindern können. Deshalb sollten Eltern die Entscheidung individuell treffen und sich nicht ausschließlich auf Marketingversprechen verlassen.
Welche Risiken und Fehler sollten Eltern vermeiden?
Bei der Nutzung elektrischer Zahnbürsten können auch Fehler auftreten, die die Zahngesundheit beeinträchtigen. Zu hoher Druck beim Putzen kann das empfindliche Zahnfleisch reizen oder langfristig schädigen, insbesondere bei jüngeren Kindern.
Deshalb sind Modelle mit integrierter Druckkontrolle besonders sinnvoll. Auch eine falsche Bürstenkopfgröße kann dazu führen, dass schwer erreichbare Stellen nicht ausreichend gereinigt werden. Zudem besteht das Risiko, dass Kinder durch die Technik weniger aktiv putzen und sich zu sehr auf die Automatik verlassen. Eltern sollten daher die Putzbewegungen begleiten und kontrollieren, besonders bei Kindern unter acht Jahren.
Wie wichtig ist die Rolle der Eltern beim Zähneputzen?
Die Unterstützung durch die Eltern ist entscheidend für eine gute Zahnhygiene bei Kindern. Experten empfehlen, dass Eltern mindestens bis zum Grundschulalter regelmäßig nachputzen, da Kinder motorisch oft noch nicht in der Lage sind, alle Zahnflächen gründlich zu reinigen.
Gemeinsames Zähneputzen kann zusätzlich motivierend wirken und hilft dabei, eine feste Routine zu etablieren. Kinder orientieren sich stark am Verhalten ihrer Eltern, weshalb eine positive Vorbildfunktion eine zentrale Rolle spielt. Auch das Erklären von Zusammenhängen, etwa warum Zucker Karies verursacht, fördert das Verständnis und die Eigenverantwortung. Langfristig trägt diese Begleitung dazu bei, gesunde Gewohnheiten zu festigen.
Welche Kriterien sind bei der Auswahl einer Kinderzahnbürste entscheidend?
Bei der Auswahl einer geeigneten Zahnbürste sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Eine kindgerechte Größe des Bürstenkopfes ist essenziell, damit alle Bereiche im Mund gut erreicht werden können. Weiche Borsten schützen das empfindliche Zahnfleisch und verhindern Verletzungen.
Bei elektrischen Zahnbürsten sind zusätzliche Funktionen wie Timer oder Drucksensoren sinnvoll, da sie die richtige Putzdauer und Technik unterstützen. Auch ergonomische Griffe erleichtern Kindern die Handhabung und fördern die Selbstständigkeit. Wichtig ist zudem, dass die Zahnbürste altersgerecht gestaltet ist, um Motivation und Akzeptanz zu erhöhen.
Fazit: Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Kind mit der manuellen Zahnbürste nicht so gut zurechtkommt, kann es ein Vorteil sein auf eine elektrische Kinderzahnbürste zurückzugreifen. Unter Umständen fragt der Nachwuchs aber sogar von alleine nach einer Elektro-Zahnbürste, da einige Eltern diese meist selbst für die Zahnpflege nutzen.
Da es den Kindern meist viel leichter fällt mit einer elektrischen Zahnbürste ihre Zähne zu reinigen und der Spaßfaktor hier größer ist, verbessert sich meist die Zahngesundheit der Kleinen fast automatisch. Viele elektrische Zahnbürsten für Kinder bringen inzwischen zahlreiche Zusatzfunktionen mit, die den Kids den Spaß am Zähneputzen vermitteln sollen. Die meisten Kinder kommen mit einer Elektrozahnbürste weitaus besser klar und putzen ihre Zähne weitaus lieber mit diesen Modellen, als mit langweiligen Handzahnbürsten.> Zähneputzen ohne Zahnpasta
