Zahnbürste ohne Zahnpasta nur mit Wasser
Zahnbürste ohne Zahnpasta nur mit Wasser

Zähneputzen ohne Zahnpasta

Zähneputzen ohne Zahnpasta, ist das sinnvoll? Zum täglichen Zähneputzen gehört eine Zahncreme heutzutage ganz selbstverständlich dazu. Doch ist diese Paste aus der Tube tatsächlich so bedeutend, wie wir glauben, wenn es um die Zahngesundheit geht?

Gibt es auch Alternativen, wenn die Zahnpasta einmal auf Reisen vergessen wurde oder ist es wirklich nur möglich mit einer Zahncreme für den nötigen Schutz vor Karies zu sorgen? Schließlich gibt es doch allerlei Hilfsmittel, die angeblich weiße Zähne bescheren sollen. Demnach müsste es doch auch möglich sein, seine Zähne ohne Zahnpasta zu putzen oder etwa nicht?

Die Funktion von Zahnpasta

Eine lange Tradition steckt hinter dem Zähneputzen mit Zahnpasta. So gehört die Zahncreme, wie wir sie heute kennen, zwar zu der neuen Erfindung, allerdings haben schon die Römer Hilfsmittel verwendet, um der Zahnpflege gerecht zu werden. Damals kam hier natürlich keine Zahncreme zum Einsatz. Laut Plinius verwendeten die alten Römer Zahnpulver um ihre Zähne zu reinigen.

Die Zahnpasta, wie wir sie heute kennen, sind demnach Weiterentwicklungen der damaligen Zahnpulver. Inzwischen finden sich in Zahncremes allerdings zwei Funktionen, die der Zahngesundheit zu Gute kommen.

  1. Sogenannte Putzkörperchen sorgen heute dafür, dass es zu einem erhöhten Abrieb kommt. Auf diese Weise lassen sich Verunreinigungen weitaus besser lösen und gleichzeitig kommt es zu weißen Zähnen.
  2. Beigefügtes Fluorid hingegen wirkt, laut der Zahnärzte, vorbeugend gegen Karies.

Einige Zahncremes besitzen außerdem noch weitere Eigenschaften, die vor allem gerne in der Werbung zum Besten gegeben werden. Die zwei Zusatzfunktionen, wie wir sie oben genannt haben, stellen aber stets Grundeigenschaften einer jeden Zahnpasta dar.

Bringt Zähneputzen ohne Zahnpasta was?

Auch ohne Creme aus der Tube ist es möglich die Zähne zu reinigen. Die heutigen Zahnpasten unterstützen lediglich die tägliche Zahnpflege, denn wichtig ist hier im Grunde ein mechanisches Putzen mit Hilfe der Zahnbürste samt Zahnseide für die Zahnzwischenräume.

Auf diese Weise werden Reste von Speisen entfernt und demnach den schadhaften Bakterien der Nährboden entzogen. Kommt es also vor, dass ab und zu mal keine Zahnpasta im Haus zu finden ist, ist dies kein Problem. Wer dennoch weiterhin gewissenhaft zur Zahnbürste greift, sorgt dennoch für eine gute Mundgesundheit.

Zahnpasta Ersatz

Durchaus gibt es aber ebenfalls nützliche Alternativen zur Zahnpasta. Ist demnach mal keine Zahncreme zur Hand, können auch Hausmittel die Zahnpflege unterstützen. Folgenden Möglichkeiten gibt es:

  1. Mit Salz Verunreinigungen wegreiben

Mit Salz lässt sich der Abrieb erhöhen, so dass das Entfernen von Verfärbungen besser von statten geht. So kann das Salz ähnlich wie Zahnpulver zum Einsatz kommen. Demnach gilt es einfach eine kleine Menge Salz im Mund zu verteilen und wie gewohnt die Zähne mit der Zahnbürste zu putzen. Vor allem Menschen, die aber ein empfindliches Zahnfleisch besitzen, sollten jetzt vorsichtig sein. Der erhöhte Abrieb kann freigelegte Zahnhälse reizen und sich somit negativ auf die Zahngesundheit auswirken. Wer hier demnach Zweifel besitzt, sollte seine Zähne ohne einen Zahnpasta Ersatz putzen bis neue Zahncreme gekauft werden kann.

  1. Aktivkohle als Ersatz für Zahnpasta

Außerdem gibt es als Alternative auch noch Aktivkohle, die als Ersatz für Zahnpasta verwendet werden kann. Pflanzlich, wie natürlich sorgt auch diese für einen erhöhten Abrieb, wenn mal keine Zahncreme zur Hand ist. Außerdem lassen sich mit Aktivkohle die Zähne aufhellen.

Im Netz kommt es außerdem oftmals zu heißen Diskussionen, wie sinnvoll Zahncremes ohne Fluoride sind. Experten sind aber zum Großteil der Meinung, dass es sinnvoll ist sich mit einer herkömmlichen Zahnpasta die Zähne zu putzen. Auch, wenn es natürlich Ureinwohner gibt, die gänzlich ohne diese Hilfsmittel auskommen, gilt es hier daran zu denken, dass diese Menschen auch nicht mit der Ernährung moderner Industriestaaten in Kontakt kommen.

  1. Mundspülung als Alternative zu Zahnpasta

Ist hingegen eine Mundspülung im Haus gilt es diese auf jeden Fall anzuwenden, auch ohne Zahnpasta. Meist sind diese Spülungen ebenfalls mit Fluoride versetzt und sorgen demnach für einen Kariesschutz, auch wenn mal keine Zahnpasta verwendet wird. Hinzu kommt, dass Mundspülungen den Atem frisch gestalten, so dass Mundgeruch auch erst einmal bekämpft wird.

  1. Ölziehen als Zahncreme Ersatz

Auch Ölziehen mit Kokosöl oder Sesam-, wie Sonnenblumenöl kann zum Einsatz kommen, wenn mal keine Zahnpasta zur Hand ist. Noch besser ist es allerdings diese Methode zusätzlich zur Zahnpflege zu nutzen. So wirkt vor allem Kokosöl antibakteriell und macht demnach Bakterien mit Mundraum unschädlich. Hinzu kommt, dass das Ölziehen mit Kokosnussöl ein Aufhellen der Zähne beschert und für ein angenehmes Mundgefühl sorgt.

Als Zahnpasta Ersatz gilt es hier lediglich etwas Kokosöl auf die Zahnbürste zu geben und die Zähne, wie gewohnt gründlich zu putzen. Das Öl ziehen hingegen erfolgt durch einen Löffel Kokosöl, den man in den Mund nimmt. Jetzt gilt es das Öl ständig in Bewegung zu halten, indem man dieses durch die Zähne zieht. 15 bis 20 Minuten sollte diese Anwendung dauern.

Im Anschluss daran, spuckt man das Kokosöl einfach in ein Tuch und entsorgt dieses im Abfall. Jetzt gilt es sich nur noch den Mund auszuspülen und anschließend wie gewohnt die Zähne zu putzen. Ist Zahnpasta vorhanden, sollte das Putzen natürlich mit dieser erfolgen. Ist keine Zahncreme zugegen kann dies auch mal ohne vorgenommen werden.

Video: Zähneputzen ohne Zahnpasta – Auswertung nach 2 Jahren

Fazit: Fest steht, dass Zahnpasta eine sinnvolle Ergänzung zur Zahnbürste darstellt. Den größten Beitrag zur Zahnpflege leistet aber immer noch die Zahnbürste selbst. Wer demnach seine Zähne regelmäßig mit einer solchen Bürste reinigt, sorgt für keinerlei Schäden, wenn ab und zu einmal keine Zahncreme verwendet wird. Für den Notfall finden sich außerdem einige Hausmittel, die ähnliche Eigenschaften besitzen, die den Abrieb betreffen.

Auf Dauer gilt es aber dennoch nicht auf das beigefügte Fluorid zu verzichten, welches sich in Zahncremes findet. Wissenswert ist außerdem, dass Alternativen, wie Backpulver, Salz und Co für Menschen mit empfindlichen Zähnen unangenehm sein kann, denn die Putzkörperchen in Zahnpasten sind meist weitaus feinkörniger.

Die einfachste Lösung ist daher stets Zahnpasta auf Vorrat zu kaufen, so dass es gar nicht erst zu einem Notstand in diesem Bereich kommt. Das Ölziehen mit Kokosöl hingegen kann auch zusätzlich zur täglichen Zahnreinigung vorgenommen werden. Auf diese Weise sorgen Sie auf natürlichem Wege für weißere Zähne, ein rosiges Zahnfleisch und bekämpfen Bakterien im Mundraum. Wer das Ölziehen in seine Routine der Zahnhygiene mit einbaut, unterstützt somit seine Zahngesundheit mit einem ganz einfachen Hausmittel.

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Über Robert Milan

- Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.