Munddusche statt Zahnseide

Munddusche statt Zahnseide? Fest steht, wer seine gesunden Zähne und sein gesundes Zahnfleisch behalten möchte, sollte sich nicht nur zwei Mal am Tag lediglich für drei Minuten die Zähne putzen.

Auch die Zahnzwischenräume gilt es zu reinigen, indem Zahnseide oder sogenannte Interdentalbürsten, sowie Mundduschen zum Einsatz kommen. Zahnärzte raten in diesem Fall oftmals zur Nutzung von Zahnseide, denn diese ist preiswert und erfüllt ihren Zweck. Viele Menschen haben allerdings so Probleme mit der Verwendung dieser speziellen Seide, denn die Handhabung ist nicht so ganz einfach.

Bequemlichkeit mit Mundduschen

So ist die Anwendung von Zahnseide ein wenig schwer, allerdings macht hier Übung den Meister. Interdentalbürsten sind da, ohne Frage, einfacher in der Handhabung. Dies gilt vor allem für Menschen die über Zahnzwischenräume verfügen, die groß bzw. breit sind. Lediglich die hinteren Backenzähne sind aber auch mit diesen speziellen Bürsten nur schwer zu erreichen.

Mundduschen hingegen versprechen Abhilfe, wenn es um die komplizierte Handhabe geht, denn diese ist hier eher simpel. Auch an schwierige Stellen im Mundraum kommt eine Munddusche problemlos heran, so dass viele Menschen lieber mit dieser speziellen Dusche ihre Zahnzwischenräume reinigen.

Was ist besser: Zahnseide oder Munddusche?

Leider reinigt eine Munddusche die Zahnzwischenräume nicht so gut, wie Zahnseide. Vor allem Zahnstein, der sich meist als recht hartnäckig erweist, kann mit dem Wasserstrahl der Munddusche kaum gänzlich beseitigt werden.

Besser funktioniert dies nun einmal mit Zahnseide oder einer speziellen Bürste. Des Weiteren kommt der Wasserstrahl auch nicht an die Stellen, wo die Zähne sehr eng aneinander stehen und somit aneinander stoßen. Gerade an diesen Stellen entsteht aber sehr schnell Karies.

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Trotz alle dem ist eine Munddusche aber empfehlenswert. Bevor die Zahnzwischenräume gar nicht gereinigt werden, kann dies besser mit einer solchen speziellen Dusche vorgenommen werden. Auch für Spangenträger sind  Mundduschen empfehlenswert, denn mit Zahnseide wird es hier schwer werden eine gründliche Reinigung vorzunehmen.

Wer sollte eine Munddusche benutzen?

Wer eine kieferorthopädische Spange trägt, sollte eine Munddusche anwenden. Sowohl die Zähne, als auch das Zahnfleisch lassen sich in diesem Fall meist nur schwer mit herkömmlichen Mitteln erreichen. Mundduschen können demnach die allgemeine Zahngesundheit unterstützen und bei der optimalen Reinigung helfen. Auch, wenn es nur um die Beseitigung von Essensreste geht, kann diese spezielle Dusche stets gute Dienste leisten.

Des Weiteren können regelmäßige Spülungen ebenso bei Problemen mit Zahnfleischentzündungen helfen. So sorgen diese nicht nur für eine Linderung, sondern können auch prophylaktisch eingesetzt werden. Hinzukommt, dass Mundduschen die Ursachen von Mundgeruch beheben und diese zumindest reduziert werden können.

Wer außerdem Brücken oder Implantate trägt, kann ebenfalls von den Vorteilen einer Munddusche profitieren. Kaum erreichbare Stellen lassen sich so wenigstens durchspülen und können das Pflegeergebnis verbessern. Gleiches gilt außerdem für ältere Menschen oder für Personen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind.

Munddusche statt Zahnseide - Wer sollte die Munddusche nutzen
Munddusche statt Zahnseide – Wer sollte die Munddusche nutzen

Wenn Zahnseide oder  auch Interdentalbürsten, auch welchen Gründen auch immer, keine Option darstellen, kann eine Munddusche in jedem Fall das Pflegeresultat verbessern. Außerdem ist der Einsatz einer guten Munddusche ebenso für jeden anderen eine sinnvolle Ergänzung zur üblichen Zahnpflege. Gerade die Komplikationen, wie Nachteile dieser speziellen Dusche sind recht überschaubar.

Verletzungen am Zahnfleisch lassen sich ganz einfach verhindern, indem  Anwender mit der  niedrigsten Druckeinstellung starten und sich langsam an die höheren Einstellungen wagen. Außerdem gilt es auch hier auf eine optimale Pflege, wie regelmäßige Reinigung der Mundduschen zu achten. Auf diese Weise können sich dann keine Keime in der Düse, wie im Schlauch bilden.

Mundduschen Test: Welcher Kauf lohnt sich?

Auf dem Markt finden sich inzwischen verschiedene Modelle an Mundduschen. Zahlreiche Hersteller bieten diese Geräte heute zu unterschiedlichen Preisen an. So gibt es im Handel sowohl mobile, als auch stationäre Mundduschen. Wirklich schlecht zeigt sich hier kaum ein Modell, auch nicht die ganz preiswerten. Für gerade einmal rund 40 Euro gibt es bereits stationäre Geräte, die einfach in der Handhabung sind und eine gute Reinigungsleistung mitbringen. Sogar einiges an Zubehör ist hier gleich mit dabei.

Auch die mobilen Mundduschen sind aber durchaus einen Kauf wert. Viele Modelle kommen ganz ohne Schnickschnack daher und konzentrieren lediglich auf das Wesentliche. So beeindruckt hier meist nicht nur der kleine Preis, sondern ebenso die günstigen Aufsätze, die jederzeit nachgekauft werden können.

Fazit: Fest steht, eine Munddusche ist nicht notwendig, wenn regelmäßig Zahnseide oder Interdentalbürsten zum Einsatz kommen, um die Zahnzwischenräume zu reinigen. Das Problem ist hier allerdings, dass nur die wenigsten Menschen dies tun. Der durchschnittliche Verbrauch an Zahnseide müsste statistisch gesehen hierzulande rund 180 Meter pro Jahr und Kopf betragen.

Tatsächlich liegt dieser Wert aber nur bei gut zehn Metern. Wer demnach regelmäßig auf Zahnseide zurückgreift, benötigt keine Munddusche. Für alle anderen kann sich der Kauf einer Munddusche aber lohnen, denn diese verbessert auf jeden Fall die Zahn-, wie Mundhygiene.

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Bevor die Zahnzwischenräume also gar nicht gereinigt werden, weil der Einsatz von Zahnseide vielleicht zu kompliziert ist, kann besser eine Munddusche benutzt werden, bevor die Zwischenräume gar nicht gesäubert werden. Dies gilt vor allem für Kinder, ältere Menschen oder für Personen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind.

Munddusche statt Zahnseide
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Über Robert Milan

Der Autor: - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.