Zahnpasta für weiße Zähne: Was hilft wirklich?
Eine Zahnpasta für weiße Zähne klingt nach der bequemsten Lösung gegen Verfärbungen: morgens putzen, abends putzen – und nach kurzer Zeit strahlt das Lächeln wie in der Werbung. Ganz so einfach funktioniert es leider nicht. Whitening-Zahnpasten können oberflächliche Beläge durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Tabak lösen. Die natürliche Zahnfarbe verändern sie jedoch kaum.
Ob eine Zahncreme sinnvoll ist, hängt deshalb davon ab, warum die Zähne gelblich oder dunkel wirken. Äußere Verfärbungen lassen sich häufig reduzieren. Scheint dagegen das gelbliche Zahnbein durch den Zahnschmelz oder hat sich ein einzelner Zahn von innen verfärbt, stößt selbst die beste Weißmacher-Zahnpasta an ihre Grenzen.
Die kurze Antwort: Eine Zahnpasta für weiße Zähne kann oberflächliche Verfärbungen entfernen und die ursprüngliche Zahnfarbe wieder sichtbarer machen. Sie kann gesunde Zähne aber normalerweise nicht heller bleichen, als sie von Natur aus sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Whitening-Zahnpasta entfernt vor allem äußere Verfärbungen und Beläge.
- Die natürliche Farbe des Zahns wird durch normales Zähneputzen nicht dauerhaft aufgehellt.
- Eine gute Zahncreme sollte trotz Weißmacher-Effekt ausreichend Fluorid enthalten.
- Bei empfindlichen Zähnen, freiliegenden Zahnhälsen oder starkem Zahnschmelzabrieb ist Vorsicht geboten.
- Aktivkohle, Backpulver und Zitronensaft sind keine zahnschonenden Alternativen.
- Ein einzelner dunkler Zahn sollte zahnärztlich untersucht und nicht einfach stärker geschrubbt werden.
Warum sind gesunde Zähne nicht immer schneeweiß?
Die Vorstellung, gesunde Zähne müssten leuchtend weiß sein, stammt vor allem aus Werbung, sozialen Medien und digital bearbeiteten Bildern. In Wirklichkeit reicht die natürliche Zahnfarbe von gelblich-weiß über elfenbeinfarben bis zu leicht gräulichen Nuancen. Ein warmer Farbton ist deshalb nicht automatisch ein Zeichen schlechter Zahnpflege.
Die Farbe entsteht aus dem Zusammenspiel von Zahnschmelz und Zahnbein. Der äußere Zahnschmelz ist leicht durchscheinend. Unter ihm liegt das Dentin, auch Zahnbein genannt, das von Natur aus gelblicher wirkt. Je transparenter oder dünner der Zahnschmelz ist, desto deutlicher scheint dieser Farbton durch.
Mit zunehmendem Alter kann der Zahnschmelz dünner erscheinen, während sich das Zahnbein verändert. Die Zähne wirken dann dunkler oder gelblicher, obwohl sie regelmäßig geputzt werden. Auch genetische Unterschiede spielen eine Rolle.
Äußere und innere Zahnverfärbungen unterscheiden
Für die Wahl der richtigen Behandlung ist eine Unterscheidung besonders hilfreich:
| Art der Verfärbung | Typische Ursachen | Kann Whitening-Zahnpasta helfen? |
|---|---|---|
| Äußere Verfärbung | Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein, Tabak, farbintensive Lebensmittel oder fest haftende Beläge | Häufig ja, sofern die Verfärbung oberflächlich ist |
| Natürliche Zahnfarbe | Farbton des Dentins, Dicke und Transparenz des Zahnschmelzes sowie genetische Faktoren | Nein, die natürliche Grundfarbe bleibt bestehen |
| Innere Verfärbung | Unfall, abgestorbener Zahnnerv, Wurzelkanalbehandlung, Entwicklungsstörungen oder bestimmte Medikamente | Nein, hier ist eine zahnärztliche Diagnose erforderlich |
| Altersbedingte Veränderung | Dünner erscheinender Zahnschmelz und Veränderungen des Zahnbeins | Nur begrenzt bei zusätzlichen äußeren Belägen |
Weitere Ursachen und mögliche Behandlungen finden Sie im Ratgeber zum Thema Zahnverfärbungen entfernen.
Wie funktioniert Zahnpasta für weiße Zähne?
Die meisten Whitening-Zahncremes bleichen die Zähne nicht im medizinischen Sinn. Stattdessen lösen sie Beläge mechanisch, chemisch oder durch eine Kombination beider Verfahren von der Zahnoberfläche.
Reinigungs- und Polierkörper
Fast jede Zahnpasta enthält sogenannte Putzkörper. Dazu zählen beispielsweise hydratisierte Kieselsäuren, Calciumverbindungen oder andere mineralische Partikel. Beim Zähneputzen unterstützen sie die Zahnbürste dabei, Plaque und angelagerte Farbstoffe zu entfernen.
Whitening-Zahnpasten können eine stärkere Reinigungsleistung besitzen als besonders milde Zahncremes. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jede Weißmacher-Zahnpasta den Zahnschmelz beschädigt. Entscheidend sind die Zusammensetzung, die Partikelstruktur, die persönliche Zahnsituation, der ausgeübte Druck und die Häufigkeit der Anwendung.
Problematisch kann die Kombination aus stark reinigender Zahnpasta, harter Zahnbürste und kräftigem horizontalem Schrubben werden. Besonders freiliegendes Dentin an den Zahnhälsen ist weicher als Zahnschmelz und reagiert empfindlicher auf mechanischen Abrieb.
Enzyme und chemische Belagslöser
Einige Zahncremes setzen Enzyme, Phosphate oder andere Inhaltsstoffe ein, um bestimmte Ablagerungen zu lockern. Solche Produkte können äußere Verfärbungen reduzieren, ohne ausschließlich auf eine hohe mechanische Reinigungswirkung zu setzen.
Der sichtbare Effekt hängt davon ab, wie stark die Beläge ausgeprägt sind. Bei einem Menschen mit deutlichen Kaffee- oder Tabakverfärbungen kann der Unterschied auffälliger sein als bei bereits gründlich gepflegten Zähnen.
Optische Aufheller
Manche Zahnpasten enthalten Farbpigmente, die einen kurzfristigen optischen Effekt erzeugen. Blaue oder violette Pigmente können gelbliche Farbtöne vorübergehend neutralisieren. Das Prinzip ähnelt farbkorrigierenden Kosmetikprodukten.
Der Zahn selbst wird dadurch nicht gebleicht. Der Effekt sitzt auf der Oberfläche, fällt meist eher dezent aus und hält nicht dauerhaft an.
Was kann eine Whitening-Zahnpasta tatsächlich leisten?
Eine realistische Erwartung schützt vor Fehlkäufen. Weißmacher-Zahncremes können vor allem dabei helfen, die ursprüngliche Zahnfarbe wieder deutlicher hervorzubringen. Sie entfernen Verfärbungen, die sich im Alltag auf der Oberfläche angesammelt haben.
Typische Auslöser solcher Beläge sind:
- Kaffee und Espresso
- schwarzer oder grüner Tee
- Rotwein
- Tabakrauch
- Cola und stark gefärbte Getränke
- bestimmte Gewürze und farbintensive Lebensmittel
- unzureichend entfernte Plaque
Das Ergebnis ist keine neue Zahnfarbe. Vielmehr wird ein Teil der störenden Ablagerungen entfernt. Wer vorher deutlich verfärbte Zahnoberflächen hatte, nimmt den Effekt oft als Aufhellung wahr.
Praxisregel: Sind die Zähne nach einer professionellen Zahnreinigung sichtbar heller, lagen wahrscheinlich viele äußere Verfärbungen vor. Bleibt der Farbton nahezu unverändert, entspricht er vermutlich weitgehend der natürlichen Zahnfarbe.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Die auffälligste Verpackung ist nicht automatisch die beste Wahl. Eine alltagstaugliche Zahnpasta muss nicht nur gegen Verfärbungen wirken, sondern vor allem die Zähne vor Karies schützen.
Fluoridgehalt prüfen
Für Erwachsene und ältere Kinder wird in Deutschland in der Regel eine Zahnpasta mit etwa 1.450 bis 1.500 ppm Fluorid empfohlen. Fluorid unterstützt die Remineralisierung und erhöht die Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes gegenüber Säureangriffen.
Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung empfiehlt ab dem sechsten Geburtstag zweimal täglich eine Zahnpasta mit 1.450 ppm Fluorid. Diese Empfehlung gilt grundsätzlich auch im Erwachsenenalter, solange eigene Zähne vorhanden sind.
Eine Zahncreme, die einen starken Weißmacher-Effekt verspricht, aber keinen ausreichenden Kariesschutz bietet, wäre deshalb ein schlechter Tausch. Mehr Informationen finden Sie im internen Ratgeber über Zahnpasta und ihre Inhaltsstoffe.
Abrieb nicht isoliert bewerten
Der Abrieb einer Zahnpasta wird häufig über den sogenannten RDA-Wert beschrieben. RDA steht für „Relative Dentin Abrasion“. Der Wert beschreibt unter Laborbedingungen, wie stark eine Zahncreme Dentin abtragen kann.
In der Praxis ist eine einzelne Zahl jedoch nicht die ganze Wahrheit. Der tatsächliche Abrieb hängt auch von der Zahnbürste, dem Putzdruck, der Dauer, der Technik sowie dem Zustand der Zähne ab. Nicht jeder Hersteller veröffentlicht den Wert auf der Verpackung. Bei empfindlichen Zahnhälsen kann eine Zahnarztpraxis eine geeignete, eher mild reinigende Zahncreme empfehlen.
Empfindliche Zähne ernst nehmen
Reagieren die Zähne auf kalte Getränke, heiße Speisen, Süßes oder Saures, sollte nicht einfach aggressiver geputzt werden. Hinter der Empfindlichkeit können unter anderem freiliegende Zahnhälse, Schmelzdefekte, Karies, undichte Füllungen oder Zahnfleischrückgang stecken.
In solchen Fällen kann eine Zahnpasta für sensible Zähne sinnvoller sein als ein stark beworbenes Whitening-Produkt. Lesen Sie dazu auch den Beitrag über freiliegende Zahnhälse und empfindliche Zähne.
Welche Zahnpasta macht die Zähne am besten weiß?
Eine pauschal beste Zahncreme gibt es nicht. Die passende Wahl richtet sich nach dem Zustand der Zähne und der Ursache der Verfärbung. Für gesunde Zähne mit oberflächlichen Kaffee- oder Teebelägen kann eine fluoridhaltige Whitening-Zahnpasta einen sichtbaren Reinigungseffekt bringen.
Eine gute Zahnpasta für weiße Zähne sollte folgende Kriterien erfüllen:
- Sie enthält eine altersgerechte Menge Fluorid.
- Sie entfernt Beläge, ohne Schmerzen oder starke Empfindlichkeit auszulösen.
- Sie verspricht keine unrealistische Aufhellung um zahlreiche Farbstufen.
- Sie passt zum Zustand von Zahnfleisch, Zahnschmelz und Zahnhälsen.
- Sie wird mit einer weichen oder mittelstarken Zahnbürste und wenig Druck verwendet.
Wer starke Verfärbungen hat, sollte nicht monatelang mit immer aggressiveren Produkten experimentieren. Eine professionelle Zahnreinigung kann hartnäckige äußere Beläge häufig gezielter entfernen. Vorher sollte die Zahnarztpraxis prüfen, ob behandlungsbedürftige Ursachen vorliegen.
Whitening-Zahnpasta richtig anwenden
Die Putztechnik beeinflusst das Ergebnis mindestens so stark wie die Produktwahl. Mehr Druck bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Im Gegenteil: Zu kräftiges Schrubben kann Zahnfleisch und Zahnhälse belasten.
- Zweimal täglich putzen: Putzen Sie morgens und abends gründlich mit fluoridhaltiger Zahnpasta.
- Sanften Druck verwenden: Halten Sie die Zahnbürste locker und vermeiden Sie kraftvolles Hin-und-her-Schrubben.
- Weiche oder mittelstarke Borsten wählen: Harte Borsten sind für eine gründliche Reinigung normalerweise nicht nötig.
- Zahnzwischenräume reinigen: Interdentalbürsten oder Zahnseide erreichen Bereiche, die die Zahnbürste nicht sauber erfasst.
- Beschwerden beobachten: Treten Schmerzen, Überempfindlichkeit oder gereiztes Zahnfleisch auf, wechseln Sie zu einer milderen Zahncreme und lassen Sie die Ursache untersuchen.
Das Bundesgesundheitsportal empfiehlt regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Für die Zahnzwischenräume werden je nach Platzangebot Interdentalbürsten oder Zahnseide eingesetzt.
Sind Aktivkohle-Zahnpasten eine gute Alternative?
Aktivkohle klingt natürlich und wird häufig mit einer besonders tiefen Reinigung beworben. Der schwarze Schaum vermittelt außerdem schnell das Gefühl, die Zähne müssten nach dem Ausspülen deutlich weißer wirken.
Die sichtbare Wirkung beruht jedoch hauptsächlich auf dem Entfernen äußerer Beläge und auf dem starken optischen Kontrast während des Putzens. Aktivkohle bleicht das Zahnbein nicht. Je nach Rezeptur kann eine Kohlezahnpasta stark abrasiv sein. Manche Produkte verzichten außerdem auf Fluorid, was den Kariesschutz verschlechtern kann.
Wer Aktivkohle-Zahnpasta verwenden möchte, sollte daher nicht nur auf das Marketing schauen. Fluoridgehalt, Abrasivität und persönliche Zahngesundheit sind wesentlich relevanter als die schwarze Farbe des Produkts.
Warum Backpulver, Natron und Zitronensaft keine gute Idee sind
Hausmittel gegen gelbe Zähne verbreiten sich schnell, weil sie günstig und scheinbar unkompliziert sind. Die Risiken werden dabei gern ausgeblendet.
Backpulver und grobe Pulver können die Zahnoberfläche mechanisch abschleifen. Zitronensaft und andere Säuren lösen Mineralien aus dem Zahnschmelz. Wer Säure und anschließendes Schrubben kombiniert, belastet die aufgeweichte Oberfläche doppelt.
Kurzfristig können die Zähne sauberer erscheinen. Verlorener Zahnschmelz wächst jedoch nicht nach. Wird die Schmelzschicht dünner, kann das gelbliche Dentin sogar stärker durchscheinen. Das vermeintliche Hausmittel erreicht dann auf längere Sicht das Gegenteil.
Wann reicht Zahnpasta nicht mehr aus?
Bei starken, inneren oder ungleichmäßigen Verfärbungen ist eine zahnärztliche Untersuchung sinnvoll. Das gilt besonders, wenn sich nur ein einzelner Zahn plötzlich grau, braun oder dunkel verfärbt. Ein solcher Farbwechsel kann nach einem Unfall, einer Entzündung oder dem Absterben des Zahnnervs auftreten.
Auch folgende Situationen gehören in professionelle Hände:
- neue dunkle Flecken oder punktuelle Verfärbungen
- Schmerzen beim Kauen oder bei Temperaturreizen
- sichtbare Risse oder abgebrochene Zahnsubstanz
- Zahnfleischbluten und Zahnfleischrückgang
- starke Empfindlichkeit nach einer Whitening-Zahnpasta
- Verfärbungen an Kronen-, Füllungs- oder Veneerrändern
Kronen, Füllungen und Veneers werden durch Bleaching nicht heller. Wer seine natürlichen Zähne bleichen lässt, muss deshalb berücksichtigen, dass vorhandener Zahnersatz anschließend farblich abweichen kann.
Professionelle Zahnreinigung oder Bleaching?
Eine professionelle Zahnreinigung und ein Bleaching verfolgen unterschiedliche Ziele. Bei der Zahnreinigung werden harte und weiche Beläge sowie äußere Verfärbungen entfernt. Dadurch können die Zähne bereits heller wirken, ohne dass ihre natürliche Farbe verändert wird.
Beim Bleaching werden Farbpigmente im Zahn durch Wirkstoffe wie Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid chemisch verändert. Die natürliche Zahnsubstanz kann dadurch über ihren Ausgangsfarbton hinaus aufgehellt werden.
| Methode | Hauptwirkung | Geeignet für | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Whitening-Zahnpasta | Entfernt oberflächliche Beläge | Leichte Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Tabak | Keine deutliche Veränderung der natürlichen Zahnfarbe |
| Professionelle Zahnreinigung | Entfernt Beläge, Zahnstein und äußere Verfärbungen | Hartnäckige Ablagerungen und professionelle Mundhygiene | Bleibt auf die natürliche Zahnfarbe begrenzt |
| Zahnärztliches Bleaching | Hellt Farbpigmente im natürlichen Zahn auf | Gesunde Zähne, wenn eine echte Aufhellung gewünscht wird | Wirkt nicht auf Kronen und Füllungen; mögliche vorübergehende Empfindlichkeit |
Vor einem Bleaching müssen Karies, undichte Versorgungen, Zahnfleischerkrankungen und andere Risiken ausgeschlossen werden. Die Bundeszahnärztekammer beschreibt die vorherige Diagnostik als wesentlichen Teil einer sicheren Zahnaufhellung. Weitere Informationen bietet unsere Übersicht zum Bleaching der Zähne.
Wie lange bleiben die Zähne heller?
Der Effekt einer Whitening-Zahnpasta hält nur so lange an, wie neue Beläge regelmäßig entfernt werden. Wer täglich viel Kaffee, Tee oder Rotwein konsumiert oder raucht, wird schneller erneut Verfärbungen bemerken.
Auch das Ergebnis eines professionellen Bleachings ist nicht dauerhaft. Nach Angaben der Verbraucherzentrale hängt die Haltbarkeit unter anderem vom Verfahren, der Mundhygiene, dem Zustand der Zähne und den persönlichen Gewohnheiten ab. Manche Zähne dunkeln bereits nach einigen Monaten nach, bei anderen bleibt der Effekt mehrere Jahre sichtbar.
Um neue Verfärbungen zu begrenzen, helfen:
- regelmäßiges und sanftes Zähneputzen
- tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume
- weniger Tabak
- ein maßvoller Konsum stark färbender Getränke
- regelmäßige zahnärztliche Kontrollen
- professionelle Reinigung bei hartnäckigen Belägen
Fazit: Gute Reinigung ja, Wunderwirkung nein
Eine Zahnpasta für weiße Zähne kann sinnvoll sein, wenn Kaffee, Tee, Rotwein oder Tabak sichtbare Ablagerungen hinterlassen haben. Gute Produkte lösen solche Verfärbungen und bringen die natürliche Zahnfarbe wieder zum Vorschein. Mehr können sie normalerweise nicht leisten.
Wer von Natur aus gelbliche Zähne besitzt, wird sie mit Zahnpasta nicht schneeweiß putzen. Starkes Schrubben, aggressive Pulver oder säurehaltige Hausmittel erhöhen nur das Risiko für empfindliche Zahnhälse und beschädigte Oberflächen.
Für die tägliche Anwendung zählt daher nicht das größte Werbeversprechen, sondern eine ausgewogene Rezeptur mit Fluorid, eine passende Reinigungsleistung und eine schonende Putztechnik. Verfärbt sich ein einzelner Zahn, treten Schmerzen auf oder bleiben starke Farbunterschiede bestehen, sollte eine Zahnarztpraxis die Ursache klären.
Häufige Fragen zu Zahnpasta für weiße Zähne
Welche Zahnpasta macht die Zähne wirklich weiß?
Whitening-Zahnpasta kann äußere Verfärbungen entfernen und dadurch die ursprüngliche Zahnfarbe wieder deutlicher sichtbar machen. Sie bleicht gesunde Zähne normalerweise nicht über ihren natürlichen Farbton hinaus. Bei der Auswahl sollten Fluoridgehalt, Verträglichkeit und eine zur eigenen Zahnsituation passende Reinigungswirkung wichtiger sein als Werbeaussagen.
Kann man gelbe Zähne wieder weiß putzen?
Das ist möglich, wenn der gelbliche Eindruck hauptsächlich durch oberflächliche Beläge entsteht. Ist dagegen das natürliche Zahnbein für den Farbton verantwortlich, lässt sich dieses Gelb nicht wegputzen. Eine professionelle Zahnreinigung oder zahnärztliche Beratung zeigt meist schnell, welche Ursache vorliegt.
Wie schnell wirkt eine Zahnpasta für weiße Zähne?
Leichte Oberflächenverfärbungen können je nach Produkt und Ausgangssituation nach mehreren Anwendungen weniger sichtbar werden. Ein sofortiger Bleaching-Effekt ist von normaler Zahnpasta nicht zu erwarten. Bleiben die Zähne unverändert, handelt es sich möglicherweise um die natürliche Zahnfarbe oder eine innere Verfärbung.
Kann man Whitening-Zahnpasta jeden Tag verwenden?
Viele moderne Produkte sind für die tägliche Anwendung vorgesehen. Bei empfindlichen Zähnen, freiliegenden Zahnhälsen oder sichtbarem Abrieb kann jedoch eine mildere Zahnpasta geeigneter sein. Maßgeblich sind die Rezeptur, die Putztechnik und die individuelle Zahngesundheit.
Ist Whitening-Zahnpasta schädlich für den Zahnschmelz?
Nicht jede Whitening-Zahnpasta ist automatisch schädlich. Ein erhöhtes Risiko entsteht vor allem durch stark abrasive Produkte, hohen Putzdruck, harte Borsten und vorhandene Zahnschäden. Wer Schmerzen oder zunehmende Empfindlichkeit bemerkt, sollte das Produkt absetzen und die Ursache zahnärztlich klären lassen.
Ist Aktivkohle-Zahnpasta besser für weiße Zähne?
Aktivkohle kann oberflächliche Beläge mechanisch entfernen, bleicht die Zähne aber nicht. Je nach Produkt kann der Abrieb hoch sein, während manche Rezepturen kein Fluorid enthalten. Eine gewöhnliche fluoridhaltige Zahnpasta mit geeigneter Reinigungsleistung ist für die tägliche Zahnpflege oft die verlässlichere Wahl.
Hilft Zahnpasta gegen Verfärbungen durch Kaffee und Tee?
Ja, oberflächliche Kaffee- und Teebeläge gehören zu den Verfärbungen, bei denen eine Whitening-Zahnpasta am ehesten einen sichtbaren Effekt erzielt. Tief sitzende oder sehr hartnäckige Ablagerungen lassen sich durch eine professionelle Zahnreinigung häufig besser entfernen. Der Konsum stark färbender Getränke beeinflusst, wie schnell neue Beläge entstehen.
Was ist besser: Whitening-Zahnpasta oder Bleaching?
Das hängt vom gewünschten Ergebnis ab. Whitening-Zahnpasta reinigt die Oberfläche und stellt höchstens die natürliche Zahnfarbe wieder her. Ein zahnärztliches Bleaching kann den natürlichen Zahn tatsächlich heller machen, erfordert jedoch eine vorherige Untersuchung und kann zeitweise empfindliche Zähne verursachen.
Warum bleibt ein einzelner Zahn trotz Whitening-Zahnpasta dunkel?
Ein einzelner dunkler Zahn kann von innen verfärbt sein, etwa nach einem Unfall, einer Wurzelkanalbehandlung oder einer Schädigung des Zahnnervs. Eine Zahnpasta erreicht diese Verfärbung nicht. Der Zahn sollte zeitnah zahnärztlich untersucht werden, auch wenn keine Schmerzen bestehen.
Verwendete Fachquellen
- Bundeszahnärztekammer: Bleaching und Zahnaufhellung
- Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung: Zahnschutz durch Fluoride
- Bundesgesundheitsportal: Zahnvorsorge und Mundhygiene
- Bundesgesundheitsportal: Karies vorbeugen und behandeln
- Verbraucherzentrale: Möglichkeiten und Risiken der Zahnaufhellung
Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung in einer Zahnarztpraxis. Lassen Sie Schmerzen, plötzlich auftretende Verfärbungen, Zahnfleischbluten oder anhaltende Überempfindlichkeit fachlich abklären.
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