Zahnpasta ohne Fluorid

Von vielen Seiten heißt, dass die Zähne stets mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta geputzt werden müssen damit diese auch tatsächlich sauber werden. Nur Zahncremes, die Fluoride enthalten, können die Zähne vor Karies und dem Verfall schützen. Diese Annahme ist aber so nicht ganz richtig.

So haben Studien zwar bewiesen, dass fluoridhaltige Zahnpasten vor Karies schützen, allerdings können andere Maßnahmen diesen Schutz ebenfalls gewährleisten. Hinzu kommt, dass Fluorid zwar für die Zähne gut ist, aber nicht automatisch auch dem Rest des Körpers Gutes tut.

Was sind Fluoride?

Fluorid ist ein Spurenelement, welches im menschlichen Organismus viele Funktionen unterstützt. Auch in Zahncremes, wie Speisesalz findet sich heute oftmals dieser Stoff. Häufig wird Fluorid aber auch mit Fluor verwechselt. Bei Fluor handelt es sich allerdings um ein Gift, dass nicht in Nahrungsmitteln, Trinkwasser, wie Zahnpasten enthalten ist.

Ist Zahnpasta ohne Fluorid besser?

Zahnpasta ohne Fluorid Ratgeber
Zahnpasta ohne Fluorid Ratgeber

Zahnpasta ohne Fluorid sind kaum noch auf dem Markt zu finden. Zu viele Hersteller vertreten heute die Meinung, dass nur fluoridhaltige Zahnpasten gegen den Zahnverfall schützen können. Kurzerhand wird den Verbrauchern somit einfach die Entscheidung beim Zahnpasta Kauf abgenommen, denn überwiegend gibt es im Handel nur noch Zahncremes mit Fluorid. Hier und da findet sich unter Umständen dann vielleicht doch noch eine fluoridfreie Zahnpasta, allerdings ist dies fast schon mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen zu vergleichen.

Stammen fluoridfreie Zahnpasten aus dem Naturkosmetikbereich enthalten diese in den meisten Fällen keine bedenklichen Zusatzstoffe. Demnach sind hier keine Zusätze, wie Natriumlaurylsulfat, Triclosan, konservierende Parabene und PEG/PEG-Derivate enthalten. Diese Substanzen  wirken schleimhautreizend, wie darmfloraschädigend.

Außerdem verfügen diese über eine hormonähnliche Wirkungsweise und machen die Haut durchlässiger für Fremdstoffe. Außerdem sind diese Zahnpasten ohne Fluorid meist aus natürlichen Rohstoffen zusammengesetzt. So enthalten diese Zahncremes ausgewählte natürliche Stoffe, die den Zahn schützen sollen.

Zahnpasta mit Fluorid kann Ernährungsfehler nicht auffangen

Ganzheitlich gesehen, ist es keineswegs schlau sich im Vorfeld so ungünstig zu ernähren, dass sich Kariesbakterien breit machen können, um anschließend eine fluoridhaltige Zahnpasta zu verwenden, die einen fragwürdigen Stoff mit Giftpotenzial enthält. Ebenso unsinnig ist es aber sich allein auf die Zahngesundheit zu konzentrieren.

Eine eher ungünstige zahnschädigende Ernährungsweise schadet schließlich nicht nur den Zähnen, sondern beeinträchtigt schnell die gesamte Gesundheit. So mag eine fluoridhaltige Zahnpasta unter Umständen bis zu einem gewissen Grad die Zähne schützen, aber nicht den restlichen Körper. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn Fluoride können sich im Organismus anreichern und somit den menschlichen Körper zusätzlich belasten.

Wichtiger als die Zahnpasta Art ist die gründliche Zahnpflege

Im Grunde hört sich dies alles so an, als ob es lediglich zwei Möglichkeiten gibt. Entweder man ernährt sich ausschließlich gesund und kann auf diese Weise seine Zähne mit Zahnpasta ohne Fluoride putzen oder aber man ernährt sich eher ungesund und putzt sich dann die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahncreme.

Doch auch diese Maßnahmen sind nicht ganz korrekt, denn im Grunde, ist es lediglich von Bedeutung, dass man sich überhaupt die Zähne putzt und dies natürlich gründlich. Ob es sich hierbei dann um eine fluoridhaltige Zahncreme oder um eine Zahnpasta ohne Fluoride handelt, spielt eher eine Nebenrolle.

Fluoridhaltige Zahnpasta ist ähnlich wirkungsvoll, wie Zahnpasta ohne Fluorid

Zahnpasta ohne Fluorid Ratgeber
Zahnpasta ohne Fluorid Ratgeber

Vor gut einem Jahrzehnt wurde, zum Beispiel, die Wirkung von zwei Zahncremes bei Kindern im Vorschulalter getestet. Nach rund fünf Monaten zeigte sich bei den Kids, die sich zweimal täglich die Zähne putzten kaum ein Unterschied. Die Zahnpasta ohne Fluorid wirkte genauso wirkungsvoll gegen die Kariesbakterien, wie die fluoridhaltige Zahncreme. In der fluoridfreien Gruppe nahmen die vorhandenen Kariesbakterien um bis zu 91% ab, während dies bei der fluoridhaltigen Gruppe um bis zu 90% geschah.

Zahnpasta ohne Fluorid schützt genauso vor Karies

Um seine Zähne vor Karies zu schützen, ist es demnach nicht zwingend erforderlich auf Zahncremes zu setzen, die Fluoride enthalten. Eine hochwertige Zahnpasta ohne Fluorid aus dem Naturkosmetikbereich kann sich für die Zahnpflege ebenso gut eignen. Hinzu kommt, dass Sie auf diese Weise Ihrem Körper auch keine anderen chemischen Zusätze zuführen, die oftmals in herkömmlicher Zahncreme zu finden sind. Begleitende Maßnahmen, wie der Einsatz von Zahnseide, Interdentalbürsten und Co verbessern dann natürlich ebenfalls die Mundhygiene.

Fazit: Geht es um die Frage ob fluoridhaltige Zahncremes tatsächlich die Zähne besser vor Karies schützen, als Zahnpasta ohne Fluorid, sind sich Experten nicht ganz einig. Während, viele Zahnärzte sich für Zahncremes mit Fluorid aussprechen, finden sich ebenso Experten, die die Meinung vertreten, dass auch eine Zahnpasta ohne Fluorid wirkungsvoll Kariesbakterien bekämpfen kann und das sogar im gleichen Maße, wie die herkömmliche Zahncreme mit Fluorid.

Im Grunde, kommt es laut dieser Wissenschaftler lediglich darauf an wie gut und regelmäßig die Zahnpflege vorgenommen wird und hat kaum etwas damit zu tun, ob eine Zahnpasta Fluorid enthält oder nicht.

Fest steht, auf dem Markt finden sich heute überwiegend Zahncremes mit Fluorid. Wer gerne eine Zahnpasta ohne Fluorid für seine Zahnpflege verwenden möchte, sollte im Naturkosmetikbereich aber dennoch fündig werden und somit seine Zähne fluoridfrei vor Karies schützen können.

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Über Robert Milan

Der Autor: - Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Lebensweise. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.